Seine Kollegen wurden zu Helden

Rührend! Kollegen sammelten für schwer kranken Jungen

Eine Schockdiagnose wirft Julius (5) und seinen Papa aus der Bahn. Dann geschieht ein Wunder.

Andreas Graf Überstunden spenden Sohn Julius Leukämie

Ein starkes Team Papa Andreas (36) und Sohn Julius (5)

Lange Umarmungen, herzliche Begrüßungen, liebe Worte: Wenn Andreas Graf durch die Produktionshallen der Firma Seidel und Carus in Fronhausen (Hessen) läuft, hat man das Gefühl, der 36-Jährige kommt seine Familie besuchen. Jeder freut sich, den Montagearbeiter und seinen Sohn Julius (5) zu sehen. Sie alle wissen, welch schwere Zeit das Duo hinter sich hat. Sie alle haben sich heldenhaft für ihren Kollegen stark gemacht.

Rückblick: Im Januar 2017 erfährt Andreas Graf, dass sein Sohn an Leukämie erkrankt ist. Schnell gesellt sich zu der Angst um seinen Sohn die Sorge um seinen Arbeitsplatz. Denn der alleinerziehende Vater (die Mutter starb unerwartet an einem Herzleiden) muss jede Minute bei seinem krebskranken Sohn sein. „Es war klar, dass der Urlaub irgendwann aufgebraucht ist und ich dann gekündigt werde.“

Da hat der Hesse die Rechnung aber ohne seine Firma gemacht. „Als wir von den Problemen von Herrn Graf erfuhren, war sofort klar: Wir müssen helfen“, erklärt Personalchefin Pia Meier (49). Ihre Idee: Jeder Mitarbeiter kann seine Überstunden für Andreas spenden. In nur zwei Wochen kommen fast 3300 Überstunden zusammen. „Selbst die Azubis haben gespendet. Es liegt einfach in unserer DNA, zu helfen“, erzählt Pia Meier stolz.

Andreas Graf ist noch heute von dieser beispiellosen Aktion überwältigt: „Ohne die Unterstützung meiner Kollegen wäre ich jetzt arbeitslos.“ Doch so konnte er über ein Jahr für Julius da sein, ohne sich um das Geld sorgen zu müssen. Jetzt können die zwei wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken. Julius geht es schon wieder so gut, dass er den Kindergarten unsicher machen kann. Und Papa Andreas kann nun auch wieder Stück für Stück in den Job einsteigen. Seinen Kollegen sei Dank!