Schülerinnen spenden kleinen Patienten Trost und Freude

Die drei Mädchen helfen krebskranken Kindern. Ehrenamtlich spielen und basteln sie mit den kleinen Patienten.

 Schülerinnen Krebspatienten KinderEigentlich kreisen die Gedanken von jungen Mädchen um das neue Handy, die Lieblingsband mit dem süßen Sänger oder die angesagteste Nagellackfarbe. Nicht jedoch bei Greta (13), Emily (14) und Lysanne (14). Jeden Dienstag kümmern sich die drei Schülerinnen im Krebszentrum der Uni-Klinik Essen um die kleinen Patienten, spielen und basteln mit ihnen und lassen sie genau das sein, was sie sind: Kinder.

„Am Anfang waren wir wahnsinnig aufgeregt und wussten nicht, was auf uns zukommt“, erzählt Lysanne. „Wir dachten, dass wir hier schwer kranke Kinder treffen, die im Bett liegen und eigentlich gar nichts machen können.“

Begonnen hatte die Zusammenarbeit durch ein Schulprojekt. Ein halbes Jahr lang beschäftigen sich die Schüler der Gesamtschule Holsterhausen mit dem Thema Verantwortung. „Wir wussten aber sofort, dass wir hier auch nach dem Projekt weitermachen wollen“, sagt Greta. Diese Entscheidung der Mädchen beweist Mut, denn natürlich sehen sich die drei hier auch mit dem Thema Tod konfrontiert. „Aber wenn die Kleinen lachen, ist das einfach nur schön“, sagt Emily.

So genießt es zum Beispiel die zehnjährige Nina, wenn Lysanne ihr aus einem Buch vorliest oder sie mit den Mädchen ein Brettspiel spielen kann. Der Tumor in ihrem Kopf spielt dann keine Rolle und auch die anstehende Bestrahlung gerät in diesem Moment in Vergessenheit.

Greta, Emily und Lysanne sind dankbar darüber, dass sie gesund sind. Aber die jungen Heldinnen wollen sich auch für diejenigen einsetzen, denen es weniger gut geht. „Für uns ist das selbstverständlich“, sagt Lysanne.