Missbraucht! Jetzt kämpft Nina für andere Frauen

Wie Nina Fuchs (36) dafür kämpft, dass betroffene Frauen zu ihrem Recht kommen

M it K.- o.-Tropfen bewusstlos gemacht und missbraucht zu Horrorvorstellung. Nina Fuchs (36, Übersetzerin) hat es erlebt: In der Nacht vom 18. auf den 19. April 2013 vergingen sich in der Münchner Innenstadt mindestens zwei
Männer an ihr. Sie weiß das nur, weil die gerichtsmedizinische Untersuchung später DNA-Spuren sowie Hämatome an den Armen feststellte.
Die Drogen waren ihr vermutlich in einem Club verabreicht worden. Nina Fuchs muss mit dem Drama leben – und damit, dass das Verbrechen nicht geahndet wird. Erst 2018 hat die Staatsanwaltschaft einen Verdächtigen:
Der Mann ist wegen einer anderen Tat verhaftet worden, die DNA passt. Wenig später dann der Schock: Das Verfahren wird eingestellt! Begründung: Nina könne sich nur unzureichend erinnern. Wie auch – sie wurde ja
betäubt! Nina fühlt sich vom Rechtsstaat im Stich gelassen: „Das ist wie ein Freibrief für mögliche Vergewaltiger!“ Auf der Internetseite www.change.org startet sie eine Petition, damit das Verfahren wieder aufgenommen
wird, bekommt knapp 100 000 Unterschriften!
Sie gibt Interviews, klärt auf, wird zur Vorkämpferin. Noch nicht einmal jede zweite Frau zeigt ein solches Verbrechen an. Nina will ihnen Mut machen, ihre Stimme sein. „Ich will auch erreichen, dass Polizei und Staatsanwaltschaft mit
solchen Fällen sensibler umgehen.“ Sie setzt sich für staatlich anerkannte Stellen ein, wo Frauen bei Verdacht auf ein K.-o.- Tropfen-Verbrechen schnell und kostenfrei eine Urinprobe abgeben können. Die Krux bei K.-o.-Tropfen ist ja: Sie
sind oft nur wenige Stunden nachweisbar. Nina: „Ich kann die Vergewaltigung nicht ungeschehen machen, aber wenn ich für die Zukunft etwas ändern kann, ist mir das viel wichtiger.“

 

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