Wie viel Leid kann eine Mutter ertragen? (Endziffer -18)

Stefanie Ewald hat Mann und Sohn verloren, jetzt kämpft sie um ihre Tochter – mit tollen Freunden an ihrer Seite

Es ist nach wie vor ein niemals endender Albtraum“, versucht Stefanie Ewald (36) das Unfassbare in Worte zu fassen, als wir die dreifache Mutter und Witwe fragen, wie es ihr geht. Nachdem Ende 2019 ihr zehnjähriger Sohn Jonas seinen Kampf gegen eine Krebserkrankung verlor, starb im März 2020 auch ihr Mann Sebastian (37) an Lungenkrebs. Schuld ist der seltene Gen-Defekt Li-Fraumeni-Syndrom, der die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigt, auch Neele trägt es in sich. Als wäre das nicht genug, schlägt das Schicksal weiter zu. Bei Stefanie selbst wurde Brustkrebs festgestellt, auch Tochter Neele erkrankte wieder an Krebs. Nur die jüngste Tochter Lenja ist gesund und hat den Gendefekt ihres Vaters nicht geerbt.

Doch das ist nicht alles: Bei Neele wurde noch eine schwere Erkrankung festgestellt: Knochenkrebs – zusätzlich zu dem immer noch existierenden Hirntumor, der zu allem Überfluss auch noch gewachsen ist. Diese schockierenden Nachrichten der Ärzte halten die kleine Kämpferin jedoch nicht davon ab, die Chemo ohne Murren über sich ergehen zu lassen. Auch auf ihren Haarverlust reagiert die Achtjährige unglaublich tapfer: „Mama, wenn ich dafür länger leben kann, möchte ich meine Haare nicht mehr haben!“ Starke Sätze wie diese geben Stefanie selbst in dunkelsten Stunden Halt und Zuversicht: „Ich bin so unendlich stolz auf Neele. Trotz allem verliert sie ihr Strahlen nicht!“

So offen mit ihrem Schicksal umzugehen, hilft den Ewalds – und auch vier enge Freundinnen von Stefanie unterstützen die junge Witwe und Mutter mit dem Herzen einer Löwin, wo sie nur können. Sie haben sogar extra ein Spendenkonto eingerichtet (www.gofundme.com/f/FamilieEwald) – damit die Familie nicht noch um die Existenz kämpfen muss. Stefanie versucht, jeden Tag stark zu bleiben, ist sich jedoch bewusst: „Wieder einmal hilft nur ein Wunder, auf das wir alle so sehr hoffen.“