Bartek Zarebski, Feuerwehrmann, Flut. Ertrinken

Dieser 15-Jährige rettet Feuerwehrmann vor dem Ertrinken (Endziffer -14)

Bartek riskierte sein Leben – und würde es immer wieder tun!

Aufgerissene Straßen, zerbeulte Autos mit eingedrückten Fenstern und Möbelberge vor den zerstörten Häusern. Es sind Bilder, die uns beim Besuch in Altena im Märkischen Kreis fast den Atem nehmen. Obwohl die Aufräumarbeiten weiter in vollem Gange sind, sieht man auch fünf Wochen nach der Schock-Flut noch, wie stark die Stadt von ihr getroffen wurde. Mittendrin: Bartek Zarebski.

Der 15-Jährige hat am Tag, als seine Heimatstadt unter gnadenlosen Wassermassen begraben wurde, die größte Bewährungsprobe gemeistert, die vermutlich für ein ganzes Leben reicht. Der Schüler beobachtete gerade sprachlos, wie aus der beschaulichen Nettestraße ein reißender Fluss wurde, als er einen Feuerwehrmann entdeckte. Dieser war von der Strömung erfasst worden, kämpfte ums Überleben. Einige Anwohner bildeten eine Kette und bekamen den Mann fast zu fassen, doch die Strömung war zu stark. Da sprang Bartek kurzerhand ins Wasser, packte den Ertrinkenden beherzt an seinen Füßen, bevor dieser abgetrieben wäre. Gemeinsam mit den anderen hievte der Teenager den Geretteten aus der Gefahrenzone.

„Der Feuerwehrmann konnte nicht sprechen. Er hat nur kurz Kraft getankt und ist wieder zu seinem Kollegen hin, ins Wasser“, berichtet der Schüler. Wie sich später herausstellte, war es der Stiefvater des jungen Mannes, der dort trieb, und tragischerweise kam für ihn jede Hilfe zu spät. Er ertrank.

Der gerettete Feuerwehrmann bedankte sich trotz tiefster Trauer später noch bei Bartek: „Wir umarmten uns, er hat mir die Hand gegeben und geweint. Das war sehr traurig.“ Und obwohl er vermutlich selbst sein Leben riskierte, würde der Junge immer wieder so handeln.

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