Charlotte Arnold Pro Mater Sano

Wir lassen schwer kranke Mütter nicht allein!

Charlotte Arnold erkrankte schwanger an Brustkrebs. Jetzt hilft sie anderen, die schwere Zeit zu meistern

Wie nah Glück und Unglück beieinander liegen können, das weiß Charlotte Arnold seit Sommer 2017. Die damals 31-Jährige, der Ärzte gesagt hatten, sie könne keine Kinder bekommen, sah plötzlich ein Wunder auf dem Ultraschall: ein Baby. Doch da war auch ein Tumor in ihrer Brust. „In der Kölner Klinik riet man mir, das Baby gehen zu lassen“, erzählt Charlotte auf einen Blick. Die Hessin aber nahm den Kampf auf – für sich und ihre Tochter. So wurde eine weniger aggressive, aber für das Kind ungefährliche Chemotherapie gewählt. Für diesen Mut wurden Charlotte und ihr Freund im Dezember mit einem gesunden Baby belohnt.

Leichter wurde es damit jedoch nicht. Schwerkrank musste sie sich nun um ein Baby kümmern und die kräftezehrende Chemotherapie zu Ende bringen, bis sie endlich krebsfrei war. Eine so wichtige Haushaltshilfe etwa wurde nur für drei Wochen gewährt. „Glücklicherweise haben mich Familie und Freundinnen durch die Krankheit getragen“, sagt sie. Viele Mütter aber haben ihn nicht, diesen Rückhalt. Werden sie krank, sind sie oft mutterseelenallein. Das weiß auch Charlotte.

Und so gründete sie mit ihren Freundinnen den Verein „Pro Mater Sano“. Dort bekommen krebskranke Mütter u.a. finanzielle Unterstützung, weil die Krankenkasse nicht oder nur teilweise zahlt. Etwa für Haushaltshilfen, Babysitter oder Therapien. Auch Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen oder ganz praktischen Rat bietet der Verein. Zum Beispiel in Form von Workshops zur Hautpflege in der Krebstherapie. Und Charlotte und ihre Freundinnen hören auch einfach zu und dürften damit auch ein großes Glück in all dem Unglück sein.

Charlotte Arnold Pro Mater Sano