Antonia (†) hat die Welt ein Stückchen besser gemacht (Endziffer -09)

Antonia war unheilbar krank. Ihre wenige verbleibende Zeit nutzte die junge Frau, um sich für Schwächere einzusetzen

Ihr Lächeln war nicht bloß ein Lächeln. Es hat verändert – auch uns. Denn Antonia Ringborg, die von auf einen Blick zur „Heldin des Alltags“ 2021 gekürt worden ist, war der Inbegriff der Tapferkeit, der Zuversicht, der Stärke. Trotz schlimmster Krankheit mit sechs Hirnoperationen, 62 Bestrahlungen und drei Jahren Chemo hat diese junge Frau die Welt verändert. Sie hat sich stark gemacht für all jene, die keine starke Stimme haben. Geflüchtete zum Beispiel. Genauso unermüdlich sammelte die Kasselerin Spenden für den Umweltschutz, die Covid-Hilfe und Katastrophenhilfe.

Doch am 22. Dezember konnte diese Kämpferin nicht mehr. Wie ihre Eltern bekanntgaben, schlief sie im Kreis ihrer Lieben für immer ein. Antonia wurde nur 20 Jahre alt. Doch was bleibt, ist ihr beeindruckendes Lebenswerk. „Bis zum Ende betonte Antonia immer wieder, dass die Arbeit, die sie vor einem Jahr begann, auch über ihren Tod hinaus fortgesetzt werden soll“, so ihre Familie.

Wir wollen ihr diesen letzten Wunsch erfüllen und werden ihre Projekte weiter unterstützen. Und sie für immer im Herzen behalten, diese junge Frau mit dem Lächeln der Zuversicht!

Über Antonia

Als Antonia Ringborg mit erst zwölf Jahren erfuhr, dass sie einen Hirntumor hat, dachte die Kasselerin nicht: „Das ist unfair!“ oder bemitleidete sich selbst. Nein, sie dachte etwas ganz anderes: Wie gut es ihr doch geht, weil sich so viele Mediziner um sie kümmern. Und sie fand es ungerecht, dass Menschen in ärmeren Ländern eine solche Versorgung nicht bekommen. „Da habe ich beschlossen, mich für andere einzusetzen“, sagte Antonia zu auf einen Blick.

Es würde ausreichen, diese Geschichte über sie zu erzählen, um zu zeigen, dass sie eine wahrhaftige Heldin ist. Doch das würde Antonia nicht gerecht werden. Über sieben Jahren engagierte sie sich, die bei ihrer ersten Hirn-OP einen schweren Schlaganfall erlitten hat, als Aktivistin bei Greenpeace. Seit Februar 2021 setzte sie sich zudem für Geflüchtete ein. Das war ihre Reaktion auf die Nachricht, dass sie nur noch ein Jahr zu leben habe. „Ich habe keine Lust, zu sterben, ohne einen Unterschied gemacht zu haben“, so Antonia. Mit ihrem Verein „Antonia Ringborg Spendengemeinschaft“ hatte sie bereits 150.000 Euro für die UNO-Flüchtlingshilfe, für die Covid-Hilfe in Südasien sowie für die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes in Afghanistan gesammelt. Einen Unterschied hat Antonia ohne Zweifel gemacht – wir werden sie nie vergessen.