Ein Leben für die Familie

Für andere da zu sein, ist mein größtes Glück

Marliese Kübler Familie Helden des Alltags 2019

Marliese Kübler ist ein Familienmensch, lebensfroh und sofort zur Stelle, wenn jemand Hilfe braucht. „Ohne sie geht es einfach nicht“, sagen ihre Kinder und Enkel. Und genau dieser selbstlose Einsatz grenzt an ein Wunder.

Denn im Leben der Rentnerin (71) folgte ein Schicksalsschlag dem anderen. „Mein Schwiegersohn war gerade 28 geworden, als er an Krebs starb“, erzählt Marliese. Ihre älteste Tochter Susanne: plötzlich Witwe und alleinerziehende Mutter. Kurz entschlossen kündigte Marliese ihren Job in der Bäckerei und holte ihre Enkelin zu sich. „Ich habe zu Susanne gesagt, du musst was für deine Rente tun, und ich nehme Jana.“ Als dann auch noch ihre andere Tochter Tina an Leukämie erkrankte, kümmerte Marliese sich zudem liebevoll um ihre anderen Enkelkinder. Den kleinen Marius (heute 24), der mit einem Herzfehler zur Welt kam, fuhr sie zu Ärzten und Operationen. „Selbstverständlich“ ist das alles für Marliese. Für andere da zu sein, sei eben ihr Glück.

Auch heute verbringt die Oberhausenerin jede freie Minute mit ihrer Familie, unternimmt Städtereisen mit ihnen oder macht ihren berühmten Kartoffelsalat. Und das alles, obwohl sie selbst schwer krank ist: „Ich habe Darm-, Lungenkrebs und Leukämie“, erzählt Marliese.

Die Frage, warum das alles ihr passiert, hat sie sich zwar gestellt. Aber „Zeit zum Verzweifeln“ bleibe ihr ja ohnehin nicht. Und ihren Lebensmut, den lässt sich die für ihre Witze berühmte Seniorin schon gar nicht nehmen. „Die Ärztin meinte zu mir, wenn ich meinen Optimismus nicht hätte, wäre ich schon lange nicht mehr.“ Jedes Mal, wenn Marliese jetzt wieder ins Krankenhaus muss, frühstückt die ganze Familie zusammen. „Das macht mich stark und ist auch ein kleines Dankeschön an mich.“

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