Diese junge Frau schenkt Sterbenden Trost

Tina Müller (27) verlor innerhalb kurzer Zeit Mutter und Vater – und ist doch für andere da

Tina Müller Trauerbegleiterin Eltern Sterbebegleitung

Tina Müller hätte allen Grund, sich ausschließlich um ihr eigenes Schicksal zu kümmern. Vor zwei Jahren, mit nur 25 Jahren, verlor die junge Frau erst ihre Mutter, wenige Monate später ihren Vater – und das mitten im Studium.

Zu der großen Trauer mischte sich die bittere Erkenntnis, nun ganz auf sich allein gestellt zu sein. Woher bloß fand Tina Müller in dieser schweren Zeit noch die Kraft, an andere Menschen zu denken? „Ich wusste sofort, dass ich helfen will“, sagt Tina zu auf einen Blick.

Umgehend beginnt die junge Frau mit der Ausbildung zur Trauerbegleiterin und arbeitet seitdem ehrenamtlich im St. Elisabeth-Hospiz im hessischen Marburg – an dem Ort, an dem Tina mit ihrem Vater schöne sowie traurige letzte Tage erlebte. „Es tat mir damals gut, dass ich nicht allein die Verantwortung hatte für all diese Dinge, von denen ich keine Ahnung hatte“, sagt Tina.

Heute ist sie selbst eine Stütze für Sterbenskranke und ihre Liebsten: „Ich möchte helfen, die Zeit, die noch bleibt, schön zu gestalten.“

Und obwohl sie heute mit ihrem Freund im 130 Kilometer entfernten Mainz lebt und dort als Psychologin arbeitet, fährt Tina regelmäßig nach Marburg ins St. Elisabeth-Hospiz. Dort geht sie mit den Schwerstkranken, die meist im Rollstuhl sitzen, spazieren. Und hört zu, ist da und spendet Trost.

Für Pflegedienstleiter Eberhard Fuchs sind ehrenamtliche Helfer wie Tina unverzichtbar. „Mit ihrer sensiblen und aufmerksamen Art ist Tina eine ganz besondere Bereicherung für uns“, sagt er. Und eine ganz erstaunlich starke Frau ist sie auch!

 

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