Mit Opa Alfred schwimmen wir allen Grenzen davon

Er selbst verlor ein Bein, jetzt schenkt er vielen Kindern mit Handicap Mut – durch den Sport

Alfred Beyer Schwimmlehrer Inklusion Behindertensport

Sobald sie ins Wasser eintaucht, ist die kleine Anna in ihrem Element! Das gehbehinderte Mädchen (8) strahlt bis über beide Ohren. „Hey, jetzt bist du die ganze Strecke bis zum Beckenrand allein geschwommen!“, lobt Alfred Beyer, der Anna und anderen Kindern in einem Hallenbad in Mülheim (NRW) ehrenamtlich das Schwimmen beibringt.

Alfred Beyer ist nicht irgendein Schwimmlehrer: Er ist 76 Jahre alt und hat nur ein Bein. Das linke wurde ihm als junger Mann wegen einer Knochenkrebserkrankung amputiert. „Danach fiel ich in ein tiefes Loch“, erzählt er. „Ich musste mein Raumausstattungsgeschäft aufgeben, meine Ehe zerbrach.“

Doch Alfred Beyer zog sich wieder aus diesem Sumpf heraus. Der Mülheimer wurde im Behindertensport aktiv, begann etwa mit dem Krückenskifahren, machte seinen Übungsleiterschein. Seit vielen Jahren widmet er seine ganze Kraft der Arbeit mit Kindern – egal, ob sie behindert sind oder nicht, ob sie aus deutschen oder aus Flüchtlingsfamilien stammen: Mit „Opa Alfred“ schwimmen die Kleinen Grenzen davon: Landesgrenzen und denen, die ihr Körper ihnen im Alltag setzt.

Schon vor 30 Jahren gründete er auch noch den Mülheimer Verein für Bewegungsförderung und Gesundheitssport, der sich der Inklusion im Sport widmet. Denn wer wüsste besser als Alfred Beyer, wie wichtig Anerkennung für die Seele ist?

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